Infodienst Radikalisierungsprävention
Newsletter September 2026
|
|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vom berüchtigten Sommerloch war in unserem Arbeitsfeld in den vergangenen Wochen leider nichts zu spüren. Der mutmaßlich islamistisch motivierte Terroranschlag vom 25. Juli 2026 am Rande des Berliner Christopher Street Days, bei dem eine Frau getötet und zahlreiche Menschen verletzt wurden, hat uns zutiefst betroffen gemacht. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Todesopfers, den Verletzten und allen Menschen, die diese Gewalttat miterleben mussten. Die Tat löste in Politik, Medien und Gesellschaft eine Welle des Entsetzens sowie eine kontroverse Debatte über den Umgang mit islamistischen Gefährdern und Fragen des Strafrechts aus. In der Rubrik „Aktuelle Meldungen zum Thema Islamismus“ beleuchten wir diese Debatte aus verschiedenen Perspektiven.
In einigen Tagen jährt sich zum 25. Mal der islamistische Anschlag vom 11. September 2001. Wir möchten Sie daher nochmals auf den aktuellen Infodienst-Themenschwerpunkt 25 Jahre nach „9/11“ aufmerksam machen, den wir um neue Publikationen ergänzt haben. Katja Schau und Joachim Langner analysieren in ihrem Beitrag die Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der deutschen Präventionslandschaft in den vergangenen 25 Jahren. Die Mediensammlung von Joseph Röhmel gibt einen Überblick über Filme, Dokumentationen und Hörstücke. Sie richtet sich an alle, die sich noch einmal ausführlicher mit den Ereignissen von damals und ihren bis heute spürbaren Folgen auseinandersetzen möchten. Ergänzt wird der Schwerpunkt durch einen neuen Beitrag von Tricia Bacon. Darin zeichnet sie die Entwicklung der Terrorismusbekämpfung seit „9/11“ nach, analysiert ihre strategischen Grenzen und diskutiert, welche Lehren sich daraus ziehen lassen. Ergänzend steht nun auch eine deutsche Übersetzung von Tricia Bacons bereits veröffentlichtem Beitrag „A Changing Threat: Global Trajectories of Islamist Terrorism since „9/11““ zur Verfügung.
Doch „9/11“ ist nicht der einzige Jahrestag, der uns beschäftigt. Am 15. August jährte sich zum fünften Mal die jüngste Eroberung Kabuls durch die Taliban. Diese regieren seitdem wieder in Afghanistan. Die Bilder der Evakuierung, vor allem die des Kabuler Flughafens, gingen um die Welt. Dass die Taliban 2001 überhaupt erst von den Schalthebeln der Macht vertrieben wurden, ist ohne den auf den 11. September gefolgten „War on Terror“ nicht zu verstehen. Auch hierauf werfen wir in „Audio- und Videobeiträge“ einen Blick.
Darüber hinaus finden Sie in dieser Ausgabe eine Aktualisierung der Zahlen zur islamistischen Szene in Deutschland.
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre. Ihre Infodienst-Redaktion
Redaktionsschluss für diese Ausgabe war der 20.08 2026.
PS: Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns an infodienst@bpb.de.
|
|
|
|
|
Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention
|
|
KATJA SCHAU, JOACHIM LANGNER
Pädagogische Arbeit gegen islamistischen Extremismus seit „9/11“. Wege der Entwicklung und Fragen der Zukunft
Seit dem 11. September 2001 hat sich in Deutschland eine eigenständige Fachpraxis zur Prävention und Distanzierung von islamistischem Extremismus entwickelt. Der Beitrag zeichnet die Entwicklung der zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteure nach und beleuchtet zentrale Herausforderungen und Spannungsfelder der Präventionsarbeit.
|
|
JOSEPH RÖHMEL
„9/11“ im Rückblick. Eine Mediensammlung mit Filmen, Hörstücken und Dokumentationen
25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beschäftigen die Ereignisse bis heute Politik, Gesellschaft und Medien. Diese Übersicht bündelt ausgewählte Dokumentationen, Filme, Podcasts und digitale Angebote, die den Tattag, die Vorgeschichte von al-Qaida sowie die politischen und gesellschaftlichen Folgen von „9/11“ verständlich und fundiert einordnen.
|
|
TRICIA BACON
Why Jihadist Violence Persists: The Strategic Incompleteness of Post-“9/11” Counterterrorism
Der internationale Umgang mit dschihadistischem Terrorismus hat sich seit den Anschlägen vom 11. September 2001 grundlegend verändert. Militärische Interventionen, verschärfte Sicherheitsgesetze, Präventionsansätze und internationale Kooperationen haben zwar zentrale Terrororganisationen geschwächt und Anschläge insbesondere im Westen verhindert, den Dschihadismus jedoch nicht überwunden. Tricia Bacon zeichnet in ihrem Beitrag die Entwicklung der Terrorismusbekämpfung seit „9/11“ nach, analysiert ihre strategischen Grenzen und diskutiert, welche Lehren sich daraus für eine wirksame und nachhaltige Terrorismusbekämpfung der Zukunft ziehen lassen. Hinweis: Der Beitrag ist im Original auf Englisch verfasst.
|
|
REDAKTION INFODIENST
Zahlen zur islamistischen Szene in Deutschland
Angehörige verschiedener islamistischer Gruppierungen, Gefährder, Rückkehrende aus Syrien und dem Irak: Die Sicherheitsbehörden veröffentlichen regelmäßig Zahlen zur islamistischen Szene. Die Infodienst-Redaktion hat einen kurzen Überblick zusammengestellt.
|
|
Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung
|
|
SIMONE GRELLMANN, KAJA KRÖGER
Wie neutral müssen Lehrkräfte sein?
Im Interview erklärt Felix Wirth Hanschmann, Jurist und Experte für Bildungsrecht, inwiefern Lehrkräfte zur Neutralität verpflichtet sind, wann sie eingreifen müssen und welche Maßstäbe im digitalen Raum gelten.
|
|
JULIUS DIHSTELHOFF, ALEXANDER LOHSE
Wandel und Persistenz: Einfluss islamistischer und dschihadistischer Netzwerke im Nahen Osten und in Nordafrika
Der Einfluss islamistischer Organisationen und Netzwerke im arabischen Raum hat seinen Höhepunkt der 2010er Jahre überschritten. Doch anstatt zu verschwinden, reagieren Akteure, wie die palästinensische Hamas, die ägyptische Muslimbruderschaft oder die syrische HTS, mit unterschiedlichen Anpassungsstrategien.
|
|
Veranstaltungshinweise und Fortbildungen
|
|
|
Sammeltermine & regelmäßige Angebote
|
|
|
Details zu Stellenangeboten aus dem Arbeitsfeld finden Sie in der Übersicht des Infodienstes.
|
|
|
Zu den Stellenangeboten gelangen Sie, indem Sie auf den Titel des Angebots klicken.
|
|
Beiträge in anderen Medien
|
|
|
„Wie wird man eigentlich Ausstiegsberater?“
|
|
– Beratungsstelle Radikalisierung: Ibrahim Bebars – Im Gespräch mit der Beratungsstelle „Radikalisierung“ schildert Ibrahim Bebars seinen Werdegang zum Berater im Bereich der Ausstiegs- und Umfeldberatung. Er spricht davon, wie seine Beziehung zur Religion, geprägt von seiner deutsch-ägyptischen Herkunft und seinen Erfahrungen bei den Protesten des Arabischen Frühlings 2011 zu diesem Themenfeld geführt hat. Einen typischen Arbeitsalltag als Fallberater habe er nicht, doch am meisten motivierten ihn die positiven Auswirkungen seiner Arbeit.
Zum Beitrag auf beratungsstelle-radikalisierung.de
|
|
|
„Radikalisierung beginnt leise – auch im Büro nebenan“
|
|
– Der Standard: David Blum und Georg Koenne – David Blum und Georg Koenne betonen in ihrem Beitrag die zentrale Rolle, die Arbeitgeber bei der Verhinderung von Radikalisierunsprozessen haben. Denn der Arbeitsalltag ist der Ort, wo sich Haltungen verhärten oder Gruppen abschließen. Es gehe nicht darum, als Unternehmen private Überzeugungen zu kontrollieren, sondern zu beobachten, ob aus einer Meinung Einschüchterung, Drohung oder gar Gewalt würde. Die Umsetzung sei, laut den Autoren, leicht: etwa durch Personen, die frühe Anzeichen von Radikalisierung erkennen und Angestellte, die aktiv fragen, wo Radikalisierung überhaupt entstehen kann und regelmäßige Bestandsaufnahmen durchführen.
Zum Beitrag auf derstandard.de
|
|
|
„Wie eine Hamburger Beratungsstelle Radikalisierte erreicht“
|
|
– ZDF heute: Ulf Brennecke im Gespräch mit Petra Meier – Das Attentat auf den Christopher Street Day in Berlin hat eine verstärkte Debatte darüber ausgelöst, wie Radikalisierung in Deutschland künftig verhindert werden kann. Ulf Brennecke erklärt im Gespräch mit Petra Meier, wie Deradikalisierungsarbeit in der Praxis funktioniert. Organisationen wie Legato Hamburg probieren über unterschiedliche Sprachen, tiefe Gesprächen und eine Kooperation mit Sozialarbeitende, Behörden und Angehörigen näher an die Betroffenen zu rücken. Wie erfolgreich solche Programme tatsächlich sind, lässt sich laut Brennecke jedoch nur schwer messen.
Zum Beitrag auf zdfheute.de
|
|
|
„Islamismus in Deutschland: Wie Aussteigerprogramme wirken“
|
|
– Deutsche Welle: Oliver Pieper – Nach dem tödlichen Anschlag auf den CSD schauen viele auf Aussteigerprogramme. Mitarbeitende des „Aussteigerprogramm Islamismus“ (API) erzählen, dass ihre Klientel immer jünger wird und sich zunehmend online beispielsweise über TikTok radikalisiert. Vollständige Deradikalisierungen dauern oft länger als erwartet. Infolge des Anschlags stellte Bildungsministerin Karin Prien den Ländern nun fünf Millionen Euro für diese Arbeit in Aussicht.
Zum Beitrag auf dw.com
|
|
|
„Was Jugendliche wirklich in die Radikalisierung treibt“
|
|
– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Jürgen Fleischmann – In seinem Gastbeitrag moniert Jürgen Fleischmann, Psychiater für Kinder und Jugendliche, dass nach Gewalttaten sofort die Frage nach der Ideologie aufgeworfen, aber selten danach gefragt werde, was die Täter dorthin getrieben habe. Dabei stellt er fest: Die Ideologien mögen unterschiedlich sein, doch die Bedürfnisse dahinter seien fast identisch. Im Text bietet er eine Einordnung der „Sehnsucht nach autoritärer Ordnung“ junger Menschen und plädiert für Investitionen in die Zukunft einer demokratischen Gesellschaft als wichtigsten Schutzfaktor gegen Gewalt und Radikalisierung.
Zum Gastbeitrag auf faz.net (Paywall)
|
|
|
„Die Lehre der Verachtung“
|
|
– Süddeutsche Zeitung: Güner Balci – Güner Balci analysiert in ihrem Beitrag die Wurzeln des Anschlags auf den Christopher Street Day in Berlin. Prediger und Institutionen, die bis heute Positionen wie die des islamistischen Gelehrten Yusuf al-Qaradawi verbreiten, schaffen ein Klima, in dem Gewalt gegen Homosexuelle als religiös legitim erscheint. Sie fordert vergleichbare Konsequenzen für muslimische Verbände und Würdenträger, wie sie die katholische Kirche mit der Exkommunikation der extremistischen Piusbruderschaft gezogen hat.
Zum Beitrag auf sueddeutsche.de (Paywall)
|
|
|
„Fall Abdul B.: Wie Salafisten junge Menschen in Berlin radikalisieren“
|
|
– Tagesschau: Roberto Jurkschat – Seit dem mutmaßlich islamistischen Anschlag bei dem Christopher Street Day in Berlin, rückt die salafistische Szene weiter in den Fokus. Der Berliner Verfassungsschutz zählt inzwischen 1.250 Salafistinnen und Salafisten in der Hauptstadt. Dabei sind viele von ihnen minderjährig und radikalisieren sich vermehrt über Prediger via Social Media-Plattformen wie TikTok, YouTube und Instagram. Thomas Mücke (Violence Prevention Network) warnt davor, dass Islamismus und organisierte Kriminalität inzwischen Ähnlichkeiten aufzeigen.
Zum Beitrag auf tagesschau.de
|
|
|
„Ihr Sohn wollte ‚Ungläubige‘ töten“
|
|
– DIE ZEIT: Christoph Heinemann und Tom Kroll – Omar war 17 Jahre alt, als er plante, im Namen des sogenannten „Islamischen Staats“ („IS“) in Hamburg einen Anschlag zu verüben. Als mögliche Ziele hatte er ein Einkaufszentrum, eine Bar oder eine Polizeiwache ins Visier genommen. Jahrelang beobachteten Behörden, wie der Junge sich radikalisierte – sein Alltag geprägt von psychischen Krisen und wiederholten Klinikaufenthalten. Trotz vieler Warnzeichen und der Beteiligung von Staatsschutz, Jugendamt und Verfassungsschutz konnte niemand den Weg zum geplanten Anschlag stoppen. Christoph Heinemann und Tom Kroll rekonstruieren, wie aus einem traumatisierten Kind ein Terrorverdächtiger wurde und stellen somit die Grenzen der Prävention dar.
Zum Beitrag auf zeit.de (Paywall)
|
|
|
„Der IS ist immer noch brandgefährlich“
|
|
– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Michael Kiefer im Gespräch mit Othmara Glas – Islamwissenschaftler Michael Kiefer erklärt im Gespräch mit Othmara Glas, warum die Terrororganisation „Islamischer Staat“ weiterhin gefährlich ist. Die schlichte, binäre Sichtweise sei besonders bei jungen und bei vulnerablen Menschen erfolgreich. Wichtig sei es, in der Debatte zwischen den Personen zu unterscheiden, die eigenständig die Entscheidung treffen und die, die angeleitet werden. Kiefer beschreibt, wie sich der „IS“ von einer zentral gesteuerten Organisation zu einem losen Netzwerk entwickelt hat und warum dies die Arbeit der Sicherheitsbehörden erschwert.
Zum Beitrag auf faz.net (Paywall)
|
|
|
„Ist Islamismus links oder rechts?“
|
|
– Süddeutsche Zeitung: Peter R. Neumann – Der Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin entfachte Diskussionen über die politische Einordnung des Islamismus. Sowohl das rechte als auch das linke Lager versuchen, das Phänomen jeweils dem anderen zuzuschreiben. Dabei verbinde der Islamismus „eine rechts-reaktionäre Weltsicht mit links-revolutionären Methoden“, erklärt Peter R. Neumann in seinem Beitrag. Zudem lasse sich das Phänomen nicht mit westlich geprägten Begriffen fassen. Vor allem in seiner Entstehungsgeschichte ähnelt der Islamismus der westlichen Rechten: Beide traten als reaktionäre Bewegungen auf, die eine „reine“ Lehre gegen äußere Einflüsse bewahren wollten.
Zum Beitrag auf sueddeutsche.de (Paywall)
|
|
|
„Wie KI die Radikalisierung beschleunigt“
|
|
– Frankfurter Allgemeine Zeitung: Tim Schellenbach – Tim Schellenbach erörtert in seinem Beitrag, welche Rolle das Internet in Radikalisierungsprozessen einnimmt. Wichtig ist dabei, dass das Internet die Radikalisierung nicht erfunden, sondern lediglich beschleunigt habe, so Peter R. Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King's College in London. Jamuna Oehlmann, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx), bestätigt diese These und ergänzt, dass Chatbots gerade nachts, wenn man mit keinem Menschen sprechen könne, die perfekten Gesprächspartner seien: Sie würden nie müde und widersprächen nicht, selbst wenn die Diskussion in Richtung Extremismus führe. Allerdings sieht sie in Chatbots und Künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur eine Gefahr, sondern auch eine Chance für die Präventionsarbeit.
Zum Beitrag auf faz.net (Paywall)
|
|
|
„Mit KI zum Mad-Max-Dschihadisten“
|
|
– DIE ZEIT: Christian Vooren– Künstliche Intelligenz (KI) ist längst auch für Terrororganisationen ein Werkzeug. Eine Studie der Universität Cambridge zeigt am Beispiel von Boko Haram, wie ehemalige Kommandeure bei Chatbots konkrete Unterstützung bei der Vorbereitung von Angriffen einholten. So ging es etwa darum, Motorräder so zu verändern, dass sie einen Verteidigungsgraben überwinden können. Zugleich nutzen extremistische Gruppen KI für Propaganda und Radikalisierung und bieten sogar Workshops zum Einsatz der Technologie an. Christian Vooren erklärt so in seiner Kolumne, warum KI damit nicht nur eine Technologie der Zukunft ist, sondern bereits den Terror der Gegenwart verändert.
Zur Kolumne auf zeit.de
|
|
|
„Al‑Qaida and the Islamic State are both adopting AI – but differ in how they think about the technology“
|
|
– The Conversation: Sara Harmouch – Terrororganisationen setzen inzwischen weitgehend auf Künstliche Intelligenz (KI), allerdings jeweils auf ganz eigene Weise. Sara Harmouch zeigt in ihrem Beitrag, wie sich der Umgang damit zwischen den zwei Gruppierungen „al-Qaida“ und dem „IS“ unterscheidet. Der einzige gemeinsame Nenner: Partnerorganisationen, Medien und Anhänger beider Bewegungen greifen für Propaganda, Rekrutierung, Sicherheit und Planung auf KI zurück. Während „al-Qaida“ langfristig denkt und bewusst vorgeht, setzt der „IS“ auf schnelle und sofortige Wirkung.
Zum Beitrag auf theconversation.com (auf Englisch)
|
|
|
„Burka und Niqab sind Symbole des politischen Islam“
|
|
– WELT: Anna Kröning – In ihrem Beitrag geht Anna Kröning der Frage nach, ob Deutschland ein Verbot der Vollverschleierung braucht. Vorbild für ein solches Vorhaben sind ähnliche Verhüllungsverbote in europäischen Staaten, wie Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz.
Zum Beitrag auf welt.de (Paywall)
|
|
|
„Warum der Iran trotz seiner Niederlagen gefährlich bleibt“
|
|
– Cicero: Wahied Wahdat-Hagh – Die Islamische Republik hat erhebliche strategische Verluste erlitten, etwa den Sturz des Diktators in Syrien oder die militärische Schwächung der Hamas und Hisbollah. Trotzdem bleiben ideologische Ausrichtung und regionale Ambitionen bestehen. Grund für diese Beständigkeit sind laut Autor Wahied Wahdat-Hagh vor allem die Revolutionsgarden, die inzwischen vom Westen als Terrororganisation eingestuft werden. Der Kern der Macht liege im politischen System selbst.
Zur Analyse auf cicero.de
|
|
|
„Deals mit den alten Eliten“
|
|
– Qantara.de: Monzer Haider – Die Übergangsregierung in Syrien tritt als Alternative zur Diktatur Baschar al-Assads auf. Allerdings kooperiert sie gleichzeitig mit zentralen Figuren der alten Ordnung und stammt selbst aus einem salafistisch-dschihadistischen Gewaltmilieu. Monzer Haider zeigt, wie aus dem angekündigten Aufbruch eine Neuordnung alter Machtstrukturen wurde.
Zum Beitrag auf qantara.de
|
|
Materialien und Handreichungen
|
|
|
„,Ich schlag‘ ihn und verstoße ihn!‘ Gedanken zum Umgang mit Queerfeindlichkeit in der Schule“
|
|
– ufuq.de: Ramses Michael Oueslati – Ein 11-Jähriger droht während einer Unterrichtseinheit zum Thema „Kinder der Welt“ seinen eigenen Sohn zu schlagen und zu verstoßen, sollte dieser homosexuell sein. Wie reagiert eine Lehrkraft angemessen auf eine solche Aussage? Ramses Michael Oueslati stellt anhand eines konkreten Klassenzimmer-Beispiels ein breites Spektrum möglicher Reaktionen vor, die von sachlich über sensibilisierend bis hin zu disziplinarisch reichen.
Zu den Handlungsempfehlungen auf ufuq.de
|
|
|
„Epstein-Files: Wie ein Missbrauchsfall zur Verbreitung von Antisemitismus, Islamismus und Frauenfeindlichkeit genutzt wird“
|
|
– democ – Der Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein wird in bestimmten arabischsprachigen Onlineräumen genutzt, um Verschwörungserzählungen, antisemitische Narrative und islamistische Deutungen zu verbreiten. Eine Analyse von democ untersucht, wie Fakten aus ihrem Kontext gelöst, Bilder umgedeutet und teils KI-generierte Inhalte als vermeintliche Belege präsentiert werden. Dabei wird Epstein unter anderem mit angeblichen geheimen Ritualen, Kinderhandel und einer jüdisch gesteuerten Weltordnung in Verbindung gebracht. Mit Deutschlandbezug richten sich solche Erzählungen zudem gegen staatliche Institutionen wie Jugendämter und schüren Misstrauen, Angst und ein Bild des moralischen Verfalls westlicher Gesellschaften.
Zur Analyse auf democ.de
|
|
|
Policy Paper: „Kompetenzen in der Fläche stärken: Radikalisierung, Distanzierung und Ausstieg als Themen Sozialer Arbeit verankern“
|
|
– dist[ex]: Michaela Baumann, Janusz Biene-Clément und Ulf Brennecke – Meist läuten in Wohngruppen, Schulen oder Jugendtreffs die ersten Alarmglocken, wenn sich Radikalisierungsdynamiken abzeichnen. Als zentrale Anlaufstellen für ihre Klientinnen und Klienten nehmen sie Veränderungen häufig früh wahr. Umso wichtiger ist es, dass sie im Ernstfall wissen, an wen sie sich wenden können. Das Policy Paper von dist[ex] beleuchtet die Herausforderungen der multiprofessionellen Zusammenarbeit und zeigt, warum es entscheidend ist, die Schnittstellen zwischen Präventionsorganisationen und der Sozialen Arbeit weiter auszubauen.
Zum Policy Paper auf dist-ex.de
|
|
|
Policy Paper: „Deradikalisierung braucht (Versorgungs-)Sicherheit: Schnittstellen zwischen Radikalisierungsberatung und psychotherapeutisch- psychiatrischer Versorgung“
|
|
– dist[ex]: Fabian Wichmann und Alma Fathi – Deradikalisierung ist ein langfristiger Prozess, der verlässliche Unterstützungsangebote und stabile Strukturen voraussetzt. Das Policy Paper untersucht, vor welchen Herausforderungen Fachkräfte und Beratungsstellen stehen und welche Folgen unsichere oder befristete Rahmenbedingungen für die Begleitung von Menschen in Deradikalisierungsprozessen haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Versorgungssicherheit geschaffen und die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure nachhaltig gestärkt werden kann.
Zum Policy Paper auf dist-ex.de
|
|
|
„Evaluationsbericht KN:IX connect | Verbund Islamismusprävention und Demokratieförderung“
|
|
– KN:IX connect: IMAP – Wie wirksam sind Angebote zur Islamismusprävention und Demokratieförderung, und welche Strukturen braucht es dafür langfristig? Der jüngste Evaluationsbericht untersucht die Arbeit von KN:IX connect im Zeitraum von Januar 2025 bis Mai 2026. Die Evaluation zeigt, dass der Verbund in dieser Zeit eine bundesweite Infrastruktur aufgebaut und rund 3.300 Fachkräfte, Ausbildende und Multiplikatoren erreicht hat. Zugleich wird deutlich, dass insbesondere die regionale Vernetzung, die Verankerung in der Fachkräfteausbildung und die Erreichung bislang wenig eingebundener Zielgruppen mehr Zeit und Ressourcen erfordern.
Zum Bericht auf kn-ix.de
|
|
|
„Trendreport #5 – Religion und nationale Identität als politische Allianz: Verschränkung extremistischer Ideologien am Beispiel des türkischen Ultranationalismus“
|
|
– KN:IX connect: Miriam Uludoğan-Heß und Maida Ganević – Nationalistische und religiös begründete extremistische Ideologien werden in der Forschung häufig getrennt betrachtet. Der Trendreport von KN:IX connect zeigt jedoch, dass sich beide Phänomene zunehmend zu hybriden Ideologieformationen verbinden. Am Beispiel des türkischen Ultranationalismus und der sogenannten türkisch-islamischen Synthese analysieren Miriam Uludoğan-Heß und Maida Ganević, wie ethnisch-nationalistische und islamisch-religiöse Elemente ideologisch verschmolzen werden. Mithilfe von Perspektiven aus dem Iran und den USA zeigen sie zusätzlich auf, dass diese Verflechtungen nicht regionalspezifisch sind.
Zum Trendreport auf bag-relex.de
|
|
|
„European Union Terrorism Situation and Trend Report“
|
|
– Europol – Der EU-Terrorismusbericht gibt einen Überblick über die jährliche Bestandsaufnahme zu Terrorismus und gewaltbereitem Extremismus in der Europäischen Union. Die Erkenntnisse im Bericht zeigen: Die Bedrohungslage bleibt in der EU weiterhin hoch. Die etablierten Ideologien – Dschihadismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus/Anarchismus und ethno-nationalistischer Terrorismus – bleiben weiterhin bestehen. Zusätzlich werde das Lagebild dadurch erschwert, dass die Grenzen zwischen den Ideologien verwischen und neue, destabilisierende Strömungen hinzukommen würden. Der komplexe geopolitische Kontext begünstige gewaltsame extremistische Narrative, die Rekrutierungen über unterschiedliche Ideologien hinweg ermöglichen. Auch das Internet spiele erneut eine zentrale Rolle bei der schnellen Verbreitung extremistischer Inhalte.
Zum Bericht auf europol.europa.eu (auf Englisch)
|
|
|
„Nihilistic Violent Extremism: Concepts, Dynamics and Open Questions. Background Paper accompanying the EU Knowledge Hub Conclusion Paper“
|
|
– Grüner Vogel: Fabian Wichmann – Fabian Weichmann ordnet in dem Paper den Begriff des „Nihilistic Violent Extremism“ (NVE) ein: NVE ist nicht eine kohärente Ideologie, sondern ein Gewalt-Ökosystem, das durch das Internet begünstigt wird. In diesem Ökosystem interagieren Anerkennung, Zwang, fragmentierte ideologische Bezugspunkte und psychosoziale Verletzlichkeit miteinander. Das Paper ergänzt das Abschlusspaper des EU Knowledge Hub und bietet somit Orientierung für die Präventionsarbeit und Politik. Zudem beschreibt es behördenübergreifende Maßnahmen, die sich auf den Prozess des EU Knowledge Hub und auf aktuelle Forschungsergebnisse des Zentrums für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS) stützen.
Zum Beitrag auf gruenervogel.de (auf Englisch)
|
|
|
„Extremistische Einflussnahme in digitalen Gaming-Räumen“
|
|
– Jahoda Bauer Institut: Linda Schlegel – Gaming-Plattformen sind nicht nur Orte für Unterhaltung, sondern zunehmend auch Räume, in denen politische und gesellschaftliche Debatten stattfinden. Der Beitrag von Linda Schlegel untersucht, wie rechtsextreme und islamistische Akteure Gaming für Propaganda, Vernetzung und die Ansprache junger Menschen nutzen. Dabei geht es unter anderem um extremistische Spiele, manipulierte Inhalte in kommerziellen Games und Plattformen wie Roblox, Discord oder Twitch. Zugleich betont die Analyse, dass Gaming nicht pauschal als Ursache von Radikalisierung verstanden werden könne. Entscheidend seien vor allem die sozialen Interaktionen in digitalen Spielwelten und die Frage, wie Prävention diese Räume stärker erreichen kann.
Zur Analyse auf jbi.or.at
|
|
|
„Defining Terrorism: Is There Anything New? A Qualitative Analysis of 470 Definitions“
|
|
– Perspectives on Terrorism: Danijela Lucić, Mirko Bilandžić und Josip Pandžić – Was genau ist unter Terrorismus zu verstehen? Die Definition ist und bleibt international umstritten. Eine Studie von Danijela Lucić, Mirko Bilandžić und Josip Pandžić untersucht 470 Definitionen aus wissenschaftlichen, staatlichen und internationalen Quellen und fragt, ob sich das Verständnis von Terrorismus seit den Anschlägen vom 11. September 2001 grundlegend verändert hat. Die Analyse zeigt eine bemerkenswerte Kontinuität: Gewalt oder Zwang, politische Ziele, die Erzeugung von Angst, Drohung sowie geplantes und organisiertes Handeln finden sich in vielen Definitionen wieder. Unterschiede etwa bei der Bedeutung ziviler Opfer oder religiöser Motive spiegeln demnach vor allem veränderte politische und gesellschaftliche Kontexte wider.
Zum Beitrag auf pt.icct.nl (auf Englisch)
|
|
|
„Antisemitismus im auslandsbezogenen Extremismus“
|
|
– Verfassungsschutz Baden-Württemberg – Eine Kurzstudie des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg untersucht die Rolle von Antisemitismus im auslandsbezogenen Extremismus und die Nutzung des Israel-Palästina-Konflikts durch extremistische Akteure. Im Fokus stehen der türkische Rechts- und Linksextremismus sowie der säkulare propalästinensische Extremismus. Die Studie analysiert unter anderem Inhalte in Sozialen Medien und zeigt, wie sich antisemitische Narrative in den verschiedenen Milieus unterscheiden und wie der Konflikt seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zur Mobilisierung und Verbreitung extremistischer Botschaften genutzt wird.
Zum Beitrag auf verfassungsschutz-bw.de
|
|
Kostenpflichtige Neuerscheinungen
|
|
|
Sachbuch: „Extremistinnen und Terroristinnen. Rollen, Funktionen und Bedeutung von Frauen in Extremismus und Terrorismus“
|
|
– Isabelle Holz und Stephan G. Humer (Hrsg.) – Welche Rolle spielen Frauen in extremistischen und terroristischen Bewegungen? Der Sammelband zeigt, dass ihre Beteiligung häufig zwischen Unsichtbarkeit und Überhöhung wahrgenommen werde und gängige Vorstellungen von Frauen als bloßen Opfern oder Ausnahmefiguren zu kurz greifen würden. Die Beiträge beleuchten unterschiedliche Formen weiblicher Beteiligung, von salafistischen Influencerinnen und dschihadistischen Unterstützerinnen und Netzwerkerinnen bis hin zu Akteurinnen der extremen Rechten und linken Militanz. Dabei wird deutlich, wie Geschlechterbilder Radikalisierungsprozesse prägen und von extremistischen Gruppen für Mobilisierung und Stabilisierung genutzt werden. Zugleich diskutiert der Band, welche Bedeutung eine gendersensible Perspektive für Forschung, Prävention und Deradikalisierungsarbeit habe.
Zum Sammelband auf degruyterbrill.com (e-Book: 39,95 Euro)
|
|
|
Sammelband: „Über religiöse Vielfalt sprechen: Wie der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit gelingen kann“
|
|
– Holger Arning (Hrsg.) – Religiöse Vielfalt ist in Deutschland durch Migration, gesellschaftlichen Wandel und die stetig abnehmende Bindekraft der Kirchen immer sichtbarer geworden. Diese Entwicklung bringt neue Möglichkeiten für das Zusammenleben mit sich, birgt allerdings auch Konflikte. Das Sammelband trägt Beiträge von Praktikerinnen und Praktikern aus Religionsgemeinschaften, Verwaltung, Medien, Bildungs- und Präventionsarbeit zusammen. Wichtige Erkenntnisse aus dem Band zeigen auf, dass obwohl wissenschaftliche Expertise vorhanden sei, diese oft wenig Resonanz in der Öffentlichkeit und Praxis finde. Das Sammelband plädiert dafür, die Spannungen, die aufgrund der wachsenden Pluralität entstehen, nicht zu ignorieren, sondern für die Stärkung des gesellschaftlichen Verständnisses zu nutzen.
Zum Sammelband auf wochenschau-verlag.de (Softcover: 39,90 Euro / e-Book: 38,99 Euro)
|
|
|
Sachbuch: „The Language of Terrorists: Distinguishing Trolls from Violent Extremists“
|
|
– Julia Ebner – Wann wird aus einer extremistischen Äußerung eine konkrete Bedrohung? In ihrem neuen Buch untersucht Julia Ebner, wie sich anhand sprachlicher Muster Hinweise auf die Bereitschaft zu politischer Gewalt erkennen lassen. Sie vergleicht unter anderem Manifeste von Attentätern wie Anders Breivik, Dylann Roof, Elliot Rodger und Brenton Tarrant mit nicht gewalttätigen politischen Texten. Dabei identifiziert sie wiederkehrende Muster wie die Abwertung von Außengruppen, Vorstellungen eines existenziellen Konflikts und die Verherrlichung von Gewalt. Ebner fragt, wie solche sprachlichen Hinweise zur Einschätzung von Gewaltrisiken beitragen können und wo die Grenzen einer solchen Früherkennung liegen.
Zum Buch auf cup.columbia.edu (Softcover: 28,00 Dollar / e-Book: 27,99 Dollar)
|
|
|
Sachbuch: „When Faith Kills – Understanding Religious Extremism“
|
|
– Ednan Aslan und Kamil Öktem (Hrsg.) – Dieser Band versammelt die zentralen Beiträge der Internationalen Konferenz zu interdisziplinären Studien zu Terrorismus und Extremismus (ICITES). Beiträge von Fachleuten, politischen Entscheidungsträgerinnen und -trägern, Sicherheitsexpertinnen und -experten sowie Akteurinnen und Aktueren aus der Zivilgesellschaft bieten eine Plattform zur Auseinandersetzung mit den vielen Dimensionen von Terrorismus und Extremismus. Mithilfe von globalen Fallstudien und theoretischen sowie theologischen Analysen, untersucht der Band die politischen, ideologischen und psychologischen Triebkräfte des Terrorismus.
Zum Buch auf link.springer.com (Softcover: 128,39 Euro / e-Book: 96,29 Euro)
|
|
|
„Islamistischer Terror in Deutschland“
|
|
– Tagesschau: Video; 7 Minuten – Frank Bräutigam und Christoph Kehlbach zeichnen in ihrer Chronik die Entwicklung islamistisch motivierter Anschläge der vergangenen zwei Jahrzehnte nach. Die Übersicht dokumentiert zentrale Fälle wie den Anschlag von Ansbach, den Angriff auf den Berliner Breitscheidplatz, den Anschlag von Solingen und die Attacke auf eine ver.di-Demonstration in München.
Zum Videobeitrag auf tagesschau.de
|
|
|
„Folge #42: Syrien im Umbruch?“
|
|
– KN:IX talks: Audio; 25 Minuten – In dieser Folge ordnen Joseph Röhmel, Wael Alokla und Dr. Friedhelm Hartwig die Rolle der islamistischen Gruppierung HTS im Rahmen der Übergangsregierung von Ahmed al-Scharaa ein. Sie beleuchten unterschiedliche Sichtweisen auf die Entwicklungen in Syrien und zeigen, wie islamistische Akteure unterschiedlicher Faktionen diese insbesondere in den sozialen Medien aufgreifen und interpretieren. Zudem geht es um die Frage, was diese Dynamiken für die Präventionsarbeit in Deutschland bedeuten.
Zur Folge auf kn-ix-talks-podigee.io
|
|
|
„Führungswechsel in Gaza: Wer ist der Mann, der die Hamas jetzt führt?“
|
|
– DER SPIEGEL/Acht Milliarden: Audio; 21 Minuten – Die Terrororganisation Hamas hat einen neuen Anführer bestimmt: Chalil al-Hayya, 1960 in Gaza-Stadt geboren, ist Professor für islamisches Recht und seit der Gründung der Hamas im Jahr 1987 Mitglied der Organisation. Der Journalist Juan Moreno spricht mit dem Gaza-Korrespondenten Thore Schröder darüber, wer al-Hayya ist, welchen Einfluss er innerhalb der Hamas hat und wofür die Organisation heute steht.
Zur Folge auf spotify.com
|
|
|
„Der Feind im Innern – wie stoppen wir Islamisten?“
|
|
– ZDF/Sarah Tacke: Video; 61 Minuten – Wie groß ist die aktuelle Bedrohung durch islamistischen Extremismus in Deutschland und welche Maßnahmen sind im Kampf gegen Terrorismus sinnvoll? Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin diskutieren NRW-Innenminister Herbert Reul, die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal, der Psychologe Ahmad Mansour und der ehemalige Salafist und Präventionsmitarbeiter Tugay Sarac über innere Sicherheit, Prävention und den Umgang mit islamistischen Gefährdern. Dabei geht es auch um die Frage, warum die islamistische Szene zunehmend jünger wird und ob neue Befugnisse für Sicherheitsbehörden tatsächlich mehr Sicherheit schaffen.
Zum Videobeitrag auf zdf.de
|
|
– Cine Global: Video; 99 Minuten – Der Film erzählt die Geschichten von drei Frauen, deren Leben auf unterschiedliche Weise mit dem „IS“ verbunden sind. Im Mittelpunkt steht eine junge Kurdin in Syrien, die eine Fraueneinheit im Kampf gegen die Terrororganisation anführt. Eine jesidische Überlebende berichtet von ihrer Versklavung. Daneben steht eine Deutsche, die sich dem „IS“ freiwillig anschloss und heute mit den Folgen ihrer Entscheidung konfrontiert ist. Der Film beleuchtet anhand ihrer Geschichten die unterschiedlichen Erfahrungen von Widerstand, Verfolgung und ideologischer Radikalisierung.
Zum Film auf tomysisters.de
|
|
|
„Welche Rolle übernehmen Moscheen in der Islamismus-Prävention?“
|
|
– WDR: Video; 6 Minuten – Infolge des mutmaßlich islamistischen Attentats in Berlin fürchten viele Musliminnen und Muslime einen Generalverdacht – dabei ist die Mehrheit friedliebend. Die Debatte in den Medien und in der Politik rückt eine neue Frage in den Fokus: Welchen Beitrag können Moscheen leisten, um Radikalisierung frühzeitig zu erkennen und ihr vorzubeugen? Mouhanad Khorchide, Islamwissenschaftler an der Universität Münster, ordnet ein, welche Verantwortung religiöse Gemeinschaften dabei tragen und wo die Grenzen liegen.
Zum Videobeitrag auf ardmediathek.de
|
|
|
„Genozid – So werden IS-Täter verfolgt“
|
|
– ZDFheute: Video; 29 Minuten – Vor zwölf Jahren überfiel der „IS“ die jesidischen Siedlungsgebiete im Nordirak und verübte Verbrechen, die von den Vereinten Nationen und dem Deutschen Bundestag als Völkermord eingestuft wurden. Tausende Menschen wurden getötet, verschleppt und versklavt. ZDFheute blickt auf die Folgen dieser Verbrechen und fragt, wie die Täter strafrechtlich verfolgt werden. Zu Wort kommen der Extremismus-Experte Hans-Jakob Schindler und der ZDF-Redakteur Ziyad Farman, der selbst vor dem „IS“ aus dem Irak floh und mit Überlebenden gesprochen hat.
Zum Videobeitrag auf auf zdf.de
|
|
|
„Mali in der Hand der Dschihadisten? – Geopolitische Aspekte“
|
|
– ARTE: Video; 15 Minuten – In einem Interview mit Emilie Aubry spricht Dschihadismus-Experte Wassim Nasr von einem gescheiterten Staat in Mali. Die Militärregierung kontrolliere trotz enger Kooperation mit Russland demnach nicht mehr als die Hauptstadt. Derzeit sind zwei Gruppen aktiv: Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin (JNIM) und der Islamische Staat-Sahel-Provinz (ISSP). Obwohl sie es bisher nicht geschafft haben, alle Teile des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen, ist die JNIM dennoch in der Lage, zeitweise Zufahrtswege zu blockieren. Die Sicherheitslage in Mali bleibt somit weiterhin angespannt.
Zur Folge auf arte.tv
|
|
|
„Die letzten Tage von Kabul (1/3)“
|
|
– ARTE: Video; drei Folgen à ca. 60 Minuten – Wie konnte es den Taliban gelingen, nach zwei Jahrzehnten internationalem Militäreinsatz wieder die Macht in Afghanistan zu übernehmen – und das in so kurzer Zeit? Die dreiteilige Dokumentation „Die letzten Tage von Kabul“ blickt auf die Entstehung der Taliban, ihre Herrschaft in den 1990er-Jahren und die Folgen der Anschläge vom 11. September 2001 zurück. Zeitzeuginnen und -zeugen sowie politische Entscheidungsträger schildern die Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Die erste Folge zeigt, wie Afghanistan zum Rückzugsort für islamistische Akteure wurde, wie der internationale Einsatz nach 2001 begann und warum die Taliban trotz ihrer Niederlage ihren Einfluss bewahren konnten.
Zum Videobeitrag auf arte.tv
|
|
– MDR: Video; 45 Minuten – Immer mehr Touristinnen und Touristen machen Urlaub in Afghanistan und das, obwohl das Auswärtige Amt vor Reisen ins Land warnt. Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban versucht das Regime, Afghanistan wieder für den Tourismus zu öffnen. Südasienkorrespondent Markus Spieker berichtete bereits 2010 über das Land. Nun kehrt er als Teil einer internationalen Reisegruppe zurück. Während seiner Zeit dort bewegt er sich in einer Grauzone zwischen Gastfreundschaft und Propaganda. Kann Tourismus versteckte politische Verhältnisse offenbaren?
Zur Dokumentation auf ardmediathek.de
|
|
Aktuelle Meldungen zum Thema Islamismus
|
|
|
Mutmaßlich islamistisches Attentat auf den Berliner CSD
|
|
Die Parade und Demonstration des jährlich stattfindenden Christopher Street Days in Berlin wurden am 25. Juli gegen 22 Uhr jäh unterbrochen, weil ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gelenkt wurde. Eine Frau kam dabei ums Leben, 29 Menschen wurden teils schwer verletzt.
Schnell richtete sich der Fokus der Ermittler auf Abdul B., einen 21-Jährigen, der zuvor als Gefährder eingestuft worden war und sich zum Zeitpunkt der Tat auf freiem Fuß befand. Bereits am folgenden Tag wurde der mutmaßliche Täter im Rahmen einer großangelegten Fahndung entdeckt. Nach einem Schusswaffengebrauch durch die Polizei starb er noch vor Ort.
Nach Angaben der Berliner Generalstaatsanwaltschaft hatte Abdul B. im vergangenen Jahr mehrfach versucht, sich im Ausland dem bewaffneten Kampf der Terrormiliz „IS“ anzuschließen. Wenige Tage nach der Tat entdeckten Ermittler zudem ein Bekennervideo des Tatverdächtigen. Darin soll er dem „IS“ die Treue geschworen haben. Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ geben darüber hinaus Einblicke in die Verbindungen des Tatverdächtigen nach Mauretanien. Demnach soll Abdul B. dort Kontakt zu einem radikalen Prediger aus Berlin gesucht und geplant haben, eine Koranschule zu besuchen. Abdul B. war vor der Tat intensiv von der Polizei überwacht worden. Ob eine andere Vorgehensweise oder zusätzliche Maßnahmen den Anschlag hätten verhindern können, ist bislang ungeklärt.
Mit einer Sondersitzung des Innenausschusses des Bundestages befassten sich die Abgeordneten mit der Frage, welche Erkenntnisse den Sicherheitsbehörden über den Tatverdächtigen vorlagen und warum er sich trotz seiner Einstufung als Gefährder auf freiem Fuß befand. Die Sitzung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Debattiert wurde nach der Tat über häufigere Abschiebungen, den Einsatz elektronischer Fußfesseln, Präventionsgewahrsam sowie die Rolle von Deradikalisierungsprogrammen.
Auch die Reaktionen muslimischer Verbände wurden öffentlich diskutiert. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir kritisierte, dass in Stellungnahmen zu der Tat der Begriff Islamismus teilweise nicht genannt worden sei, und forderte eine klare Auseinandersetzung mit dem mutmaßlichen islamistischen Hintergrund.
Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert nach dem Anschlag einen besseren Schutz queerer Menschen und ein entschiedenes Vorgehen gegen queerfeindliche Gewalt. Zugleich warnt der Verband davor, die Tat für rassistische Zwecke zu instrumentalisieren. Die Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx) stellte nach dem Anschlag ebenfalls die Frage, warum der den Behörden als Gefährder bekannte und bereits verurteilte mutmaßliche Täter, zum Tatzeitpunkt auf freiem Fuß war. Der Verband betont zugleich die Bedeutung langfristiger Präventionsarbeit, die als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden und dauerhaft finanziert werden müsse.
Zu Hintergründen der Tat auf tagesschau.de
Zu politischen Reaktionen, gesammelt durch die Tagesschau auf youtube.com
Zu Hintergrundinformation über den Innenausschuss im Bundestag
- auf tagesschau.de
- auf cicero.de
Zur Reaktion des Zentralrats der Muslime und der Kritik
- auf zentralrat.de
- auf welt.de
Hintergründe zum Täter und den Ermittlungen
- auf tagesschau.de
- auf t-online.de
- auf cicero.de (Paywall)
Stimmen aus der Zivilgesellschaft
- auf lsvd.de
- auf deutschlandfunk.de
- auf bag-relex.de
|
|
|
Podcasts und Audioangebote zu Radikalisierung und Ideologie des mutmaßlichen Täters
|
|
„CSD-Anschlag: Warum der Attentäter den IS verehrte und was der IS heute ist“ – Acht Milliarden: Audio; 28 Minuten – Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin stellt sich die Frage nach dem ideologischen Hintergrund des mutmaßlichen Täters. Er soll im Mai 2025 in den Libanon gereist sein, um von dort nach Syrien weiterzureisen und sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen. Ende Juli wurde er nach Angaben der Berliner Generalstaatsanwaltschaft von den libanesischen Behörden festgenommen und zu drei Monaten Haft verurteilt. Im Januar stufte ihn das Berliner Landeskriminalamt als Gefährder ein. Was bedeutet seine mutmaßliche Verbindung zum „IS“ und wie organisiert sich die Terrororganisation heute? Journalist Juan Moreno spricht darüber mit Christoph Reuter, SPIEGEL-Reporter aus Krisenregionen der islamischen Welt.
Zur Folge von „Acht Milliarden“ von DER SPIEGEL auf spotify.com
„Kritik an Bewährungsstrafe für mutmaßlichen CSD-Attentäter“ – Deutschlandfunk: Audio; 8 Minuten – Terrorismusforscher Peter R. Neumann betont im Gespräch mit Jonas Reese ein Versagen der Behörden im Fall des mutmaßlichen CSD-Attentäters. Dass der Mann nur eine Bewährungsstrafe erhielt, sei nicht nachvollziehbar, denn sogenannte „failed travelers“ – Personen, die sich dem „IS“ anschließen wollen und dabei gestoppt werden – sind besonders gefährlich.
Zur Folge auf deutschlandfunk.de
„Die verstörende Reaktion auf den Terror-Anschlag. Mit Ahmad Mansour“ – Ronzheimer: Audio; 48 Minuten – Ahmad Mansour spricht mit Paul Ronzheimer über die Lehren, die aus dem tödlichen Anschlag in Berlin gezogen werden müssen. Er kritisiert unter anderem den Umgang mit dem mutmaßlichen Attentäter, der zuvor als Gefährder eingestuft wurde und eine Bewährungsstrafe erhielt, und stellt die Frage: Wie konnte es zu einem Anschlag kommen? Mansour stellt zudem Maßnahmen vor, die seiner Einschätzung nach ergriffen werden sollten, um Islamismus wirksam zu bekämpfen.
Zur Folge auf ronzheimer.podigee.io
|
|
|
Weitere aktuelle Meldungen
|
|
Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu Bundesmitteln für die Organisation „Islamic Relief Deutschland e. V.“ und mögliche Mittelabflüsse an islamistische bzw. terroristische Strukturen in Syrien In ihrer Antwort erklärt die Bundesregierung, dass bis 2020 Projekte zur medizinischen Versorgung in Syrien gefördert wurden und dabei rund 2,45 Millionen Menschen erreicht werden konnten. Eine abschließende Prüfung der Mittelverwendung habe keine Hinweise auf eine zweckwidrige Verwendung ergeben. Seit 2020 wurden keine weiteren Projekte von Islamic Relief Deutschland gefördert. Zugleich verweist die Bundesregierung auf Erkenntnisse aus Prüfungen des Bundesrechnungshofs und auf inzwischen verschärfte Anforderungen bei der Auswahl und Kontrolle von Zuwendungsempfängern.
Zur Meldung auf server.bundestag.de
Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu Islamfeindlichkeit und antimuslimische Straftaten im ersten Quartal 2026 Die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage liefert Zahlen über antimuslimische Straftaten im ersten Quartal 2026. Insgesamt wurden 104 islamfeindlich motivierte Straftaten gemeldet – vier davon waren Angriffe auf Moscheen. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt, alle Fälle im Phänomenbereich „rechts“. Von 57 ermittelten Tatverdächtigen wurde niemand festgenommen und kein einziger Haftbefehl erlassen.
Zur Meldung auf server.bundestag.de
Wohnungsdurchsuchung bei salafistischer Influencerin In Köln hat die Polizei die Wohnung der salafistischen Influencerin Hanna Hansen durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht, sie habe in den Sozialen Medien Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verbreitet, konkret gehe es um ein rotes Dreieck als Symbol der als Terrororganisation eingestuften Hamas. Bei der Durchsuchung wurden Datenträger sichergestellt, die nun ausgewertet werden.
Zur Meldung auf welt.de
Mehr Abschiebungen nach Afghanistan Deutschland weitet seine Abschiebungspraxis nach Afghanistan aus. Künftig sollen nicht mehr nur nur Straffällige und Gefährder zurückgeführt werden, sondern auch weitere ausreisepflichtige Afghaninnen und Afghanen. Die Bundesregierung begründet den Schritt mit der Möglichkeit, Abschiebungen nun breiter umzusetzen. Kritik kommt unter anderem von Menschenrechtsorganisationen.
Zur Meldung auf dw.com
Mutmaßlich antisemitischer Vorfall: Mitglied des DIG schwer verletzt Ende Juli ist im Landkreis Würzburg ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) angegriffen worden. Der Mann soll dabei einen Anstecker mit einer israelischen Flagge getragen haben. Als mutmaßlicher Täter gilt ein 20-Jähriger. Die Ermittlungsbehörden prüfen eine israelfeindliche, antisemitische und islamistische Motivation. Der zentrale Antisemitismusbeauftragte der bayerischen Justiz hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Mordes übernommen.
Zur Meldung auf faz.net (Paywall)
|
|
München: Lebenslange Haft nach Auto-Anschlag auf ver.di-Demo Der Angeklagte im Prozess um den tödlichen Anschlag auf eine ver.di-Demonstration in München wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was die mögliche Freilassung nach 15 Jahren Haft erschwert. Der Täter war im Februar 2025 mit einem Auto in den Demonstrationszug gefahren. Laut Gericht war die Tat religiös motiviert: Er habe willkürlich Menschen in Deutschland angreifen und töten wollen und die Handlung als vermeintlich gottgefällig verstanden.
Zur Meldung auf tagesschau.de
München: Lebenslange Haft wegen Versklavung und sexuellen Missbrauchs jesidischer Mädchen Das Oberlandesgericht München hat einen Mann wegen der Versklavung und des sexuellen Missbrauchs zweier jesidischer Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine frühere Partnerin erhielt eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide als Mitglieder des „IS“ an den Verbrechen beteiligt waren. Der Mann soll die Kinder sexuell missbraucht haben und war bereits in einem früheren Prozess rechtskräftig verurteilt worden. Nun wurden beide wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verurteilt.
Zur Meldung auf lto.de
Rheinland-Pfalz: Minderjähriger wegen „IS“-Unterstützung verurteilt Ein 14-Jähriger aus Rheinland-Pfalz ist wegen Unterstützung der terroristischen Vereinigung „IS“ im Ausland und Volksverhetzung verurteilt worden. Nach SWR-Informationen soll der Jugendliche einem damals 15-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen Unterstützung bei einem geplanten Messerangriff auf Jüdinnen und Juden im Umfeld einer Synagoge angeboten haben. Eine Jugendstrafe wurde zunächst zur Bewährung ausgesetzt.
Zur Meldung auf swr.de
München: Terrorverdacht gegen 15-Jährigen aus Augsburg Gegen einen 15-Jährigen aus dem Landkreis Augsburg ist wegen Terrorverdachts Anklage erhoben worden. Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft ihm unter anderem vor, einen Anschlag – insbesondere auf eine Synagoge – vorbereitet und dafür pyrotechnische Gegenstände gesammelt zu haben. Zudem soll der Jugendliche mit der Terrororganisation „IS“ sympathisiert haben. Der Prozess soll im September vor dem Jugendschöffengericht in Augsburg beginnen.
Zur Meldung auf br.de
Frankfurt: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen zwei mutmaßliche „IS“-Anhänger Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen zwei junge Männer erhoben, die sich nach Ermittlerangaben der Terrororganisation „IS“ anschließen wollten. Die 19 und 27-Jährigen sollen eine Ausbildung in einem „IS“-Camp in Syrien geplant und mögliche Anschläge in Deutschland diskutiert haben. Beide wurden im Januar an den Flughäfen Hannover und Stuttgart festgenommen.
Zur Meldung auf n-tv.de
Traunreut und Weiden: Mutmaßliche „IS“-Anhänger festgenommen Das Bayerische Landeskriminalamt hat Ende Juli innerhalb einer Woche zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation „IS“ festgenommen. Den beiden Männern aus Traunreut und Weiden wird vorgeworfen, 2016 im Irak und in Syrien für den „IS“ gekämpft beziehungsweise bei dessen Polizei gedient zu haben. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.
Zur Meldung auf br.de
Kreis Stormarn: zwei mutmaßliche „IS“-Kämpfer festgenommen Anfang Juli haben Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) zwei Männer im Alter von 32 und 49 Jahren festgenommen. Letzterem wird vorgeworfen, für den „IS“ als Mitglied der Schariapolizei und Kommandeur einer Kampfeinheit tätig gewesen zu sein und bis 2017 an Kämpfen teilgenommen zu haben. Der jüngere soll ebenfalls an Gefechten beteiligt und an der Besetzung einer staatlichen Erdölraffinerie im Irak beteiligt gewesen sein. Ihm wird zudem ein Kriegsverbrechen gegen Eigentum sowie die Verbreitung von „IS“-Propaganda nach seiner Einreise nach Deutschland vorgeworfen.
Zur Meldung auf ndr.de
|
|
|
Weitere internationale Meldungen
|
|
USA: Syrien soll von Terrorliste entfernt werden US-Außenminister Marco Rubio informierte den Kongress Anfang Juli darüber, Syrien von der Liste der Staaten, die Terrorismus unterstützen, zu streichen. Entsprechend könnte Syrien nach Jahrzehnten von der Liste entfernt werden. Die Aufhebung der Sanktionen soll Handel, Investitionen und den Wiederaufbau des Landes ermöglichen.
Zur Meldung auf zeit.de
Westafrika wappnet sich gegen Terroristen Die Gewalt in der Sahelzone breitet sich seit Jahren weiter aus. An einer internationalen Anti-Terror-Akademie in der Elfenbeinküste trainieren Sicherheitskräfte aus verschiedenen Regionen zusammen, um die Ausbreitung des Terrorismus zu stoppen. Richter, Staatsanwälte, Wissenschaftler und religiöse Autoritäten üben dort Geiselbefreiungen und den Umgang mit Sprengfallen. Doch angesichts des wachsenden Einflusses von Dschihadisten und organisierter Kriminalität steht die Region vor einer immer größeren Herausforderung.
Zur Meldung auf welt.de
Dschihadisten unter den Migranten in der spanischen Exklave Ceuta Infolge des massenhaften Grenzübertritts nach Ceuta wollen Spaniens Sicherheitsbehörden bereits verurteilte Dschihadisten identifiziert haben. Terrorfahnder gaben an, auf Überwachungs- und Videoaufnahmen mindestens ein Dutzend Personen identifiziert zu haben, die bereits wegen islamistischer Straftaten verurteilt und nach Marokko abgeschoben worden seien. Nun prüfen die Behörden weitere Schritte.
Zur Meldung auf merkur.de
Die Hamas hat einen neuen Anführer Der bisherige Chefunterhändler Chalil al-Hayya wurde zum Nachfolger des 2024 getöteten Yahya Sinwar gewählt. Der 66-Jährige war zuletzt an den indirekten Verhandlungen mit Israel über eine Waffenruhe im Gazakrieg beteiligt und gilt als pragmatisch und konservativ. Al-Hayya soll nach Angaben aus Hamas-Kreisen gute Beziehungen zur libanesischen Hisbollah-Miliz, zu Katar, Ägypten, Algerien und zum Iran unterhalten und sei bei Palästinensern als „Abu Osama“ bekannt.
Zur Meldung auf tagesspiegel.de
|
|
|
|